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Amüsante Wettspiel Partien (Zockerfibel)
Um dem Golfspiel Abwechslung zu verschaffen und um sich und seinen Leistungen einen Anreiz zu geben, sind im Laufe der Zeit unzählige Spielformen entstanden oder erdacht worden. Die meisten sind im Rahmen der Spielform entstanden, die nicht von Vorgaben abhängig sind, sich also auf das Lochspiel beziehen. Wie auch aus der unterschiedlichen Behandlung im Rahmen des Regelwerkes hervor geht, wird beim Golf zwischen dem Zählspiel und dem Lochspiel unterschieden.
Beim Zählspiel wird auf der Grundlage der benötigten Gesamtschläge berechnet. Das wohl verbreitetste Zählspiel ist die Wertung nach Stablefort. Diese Wertung wird bei Wettspielen auch zur Festlegung des Handicaps heran gezogen. Es wird bei dieser Wettspielvariante der einzelne Spieler bewertet.
Beim Loch spielen zwei Parteien gegen einander. Die Partei, die das bessere Ergebnis spielt, hat das Loch gewonnen. Es wird also beim Lochspiel um den Gewinn eines jeden einzelnen Loches gespielt. Haben die Parteien an einem Loch gleich viele Schläge benötigt, wird das Loch "geteilt". Gewinner der Runde ist die Partei, die die meisten Löcher gewonnen hat. Oder mit mehr Löchern führt, die noch zu spielen sind. Beim Lochspiel ist es erlaubt, ganze "Löcher zu schenken".
Von der Vorgabe abhängige Spielformen
Zählspiel
Beim Zählspiel wird die gesamte Schlagzahl des Spielers gezählt, bis der Ball eingelocht ist. Es wird zwischen der Brutto- und Nettowertung unterschieden. Bei der Bruttowertung wird die gesamte Schlagzahl bewertet, bei der Nettowertung die gesamte Schlagzahl abzüglich der eigenen Vorgabe. Bruttosieger ist der mit dem niedrigsten Punkteergebnis, abzüglich der eigenen Vorgabe.
Zählspiel nach Stablefort ( Bruttowertung )
Jedes Loch eines Platzes hat eine Par-Vorgabe, d.h., dass der Ball mit einer Anzahl von Schlägen eingelocht werden soll. Üblicherweise ergeben die 18 Löcher eines Platzes, wenn sie Par gespielt werden, eine Vorgabe an Gesamtschlägen von 72. Das Handicap beschreibt, wie viele Schläge ein Golfspieler über die 72 Schläge hinaus benötig, um an 18 Löchern einzulochen.
BEISPIEL: Braucht ein Spieler an jedem Loch einen Schlag mehr, ergibt das ein Handicap von 36. Die Wertung nach Stablefort orientiert sich an dem Par eines jeden Loches und vergibt dann die benötigte Schlagzahl Punkte.
2 oder mehr Schläge über Par = 0 Punkte 1 Schlag über Par ( bogey) = 1 Punkte Par = 2 Punkte 1 Schlag unter Par ( Birdie ) = 3 Punkte 2 Schläge unter Par ( Eagle ) = 4 Punkte 3 Schläge unter Par ( Albatros ) = 5 Punkte
Zählspiel nach Stablefort ( Nettowertung )
Die Nettowertung nach Stablefort berücksichtigt das Handicap des Spielers, es wird die Spielvorgabe nach dem Schwierigkeitsgrad der einzelnen Löcher auf alle Löcher verteilt. Hat ein Spieler ein Handicap von 28, so kann er an allen Löchern ein Vorgaberecht in Anspruch nehmen, einen weiteren Vorgabeschlag an den 10 schwierigsten Löchern (18 + 10 = 28 ) Grund für diese Art der Bewertung nach Punkten ist, dass ein Spieler ein schlechtes Ergebnis eines Loches an anderen Löchern wieder aufholen kann.
Nachfolgend möchten wir die bekanntesten, aber auch einige unbekannte Spielformen und Wetten bekannt geben, die wir in drei Abteilungen unterteilen wollen.
1. ) Es gibt Spielformen, die nicht von der Vorgabe abhängig sind. 2. ) Wetten ,die sich auf 18 Löcher beziehen. 3. ) und das Wetten auf jedes Loch.
Von der Vorgabe unabhängige Spielformen
Bestball
Gehört zum Lochwettspiel. Der Spieler mit dem niedrigsten Handicap spielt jeweils gegen den besten Ball von zwei oder drei Gegenspielern mit dem schlechteren Handicap. Jeder Spieler spielt seinen eigenen Ball. Ohne Berücksichtigung von Vorgaben hat der das Loch gewonnen, der die niedrigste Schlagzahl hat. Es wird wie im normalen Lochspiel gezählt.
...... und ich ?
Früher mussten meine Pflichten sich nach den Erwachsenen richten Heute nun verlangt die Lehre, dass ich auf die Jugend höre. Bleibt wirklich nur zu fragen: Wann hab ich mal was zu sagen?
Lochspiel
Im Gegensatz zum Zählspiel, bei dem über die gesamte Runde an jedem Loch Punkte vergeben werden, spielen die Wettbewerber im Lochspiel um jedes einzelnen Loch. Nach jedem Loch wird abgerechnet. Gewinner eines Loches ist der, der die niedrigste Schlagzahl zum Einlochen benötigt hat. Haben beide Spieler die gleiche Schlagzahl benötigt, haben sie unentschieden gespielt und das Loch wird geteilt. Hat ein Spieler einen Vorsprung von einem Lochgewinn, sagt man, er liegt "eins auf" der Gegenspieler liegt dann "eins unter". Liegt ein Spieler mehr Lochgewinne auf als noch zu spielen sind, hat er gewonnen. Beim Lochspiel können nicht nur einzelne Schläge, es können auch Löcher geschenkt werden.
Scramble
Im Scramble spielen nicht nur einzelnen Spieler, sondern Teams, die einen Flight bilden, gegeneinander. Alle Spieler eines Teams, eines Flights, schlagen ab und beraten dann, wessen Ball am besten liegt. Ist die Entscheidung für einen Ball des Flights gefallen, droppen alle anderen Spieler des Flights ihren Ball eine Schlägerlänge von dem am besten liegenden Ball entfernt. Der folgende Schlag wird von dieser Stelle ausgeführt. Diese Prozedur wird beim zweiten, dritten oder jedem weiterem folgenden Schlag bis aufs Grün wiederholt. Dort werden die Bälle eine Schlägerkopflänge zum besten Ball gelegt. Für jeden Flight wird nun eine Scorekarte geschrieben.
Ambrose Competition
Dieses Spiel, eine Variante des Scramble, wird gespielt wie das Grundspiel, doch wird bei der Wertung das Handicap der Spieler berücksichtigt. Bilden zwei Spieler ein Team, so wird deren Handicap hinzugefügt und durch vier geteilt, bei drei Spielern wird durch sechs geteilt und bei vier Spielern durch acht.
Blind Nine
Bei dieser Variante werden von der Wettkampfleitung neun Löcher von der Wertung ausgeschlossen. Der Reiz: Den Spielern ist nicht bekannt, welche Löcher gestrichen werden. In der Regel wird " Blind Nine " unter Berücksichtigung der Vorgabe gespielt.
Florida Scramble
Diese Variante schreibt vor, das der Spieler, der den besten Schlag gemacht hat, bei dem folgenden Schlag aussetzen muss. Es soll verhindert werden, das der beste Spieler alleine zu dem Entstehen eines guten Ergebnisses beiträgt.
Vierer
Bei einem normalen " Vierer " spielen in einem Vierer-Flight zwei Spieler gegen die beiden anderen Spieler. Die beiden Partner dürfen sich über Taktik, Schlägerwahl oder Puttlinie beraten. Die Partner spielen abwechselnd einen gemeinsamen Ball und schlagen abwechselnd ab. Im Zählspiel wird üblicherweise mit 7/16 der addierten gemeinsamen Vorgabe gespielt, beim Lochspiel mit 3/8 der gemeinsamen Vorgabe.
American Foursome
Wird der Klassische " Vierer " gespielt, mit der Abwandlung, dass beide Partner abschlagen, dann der Partner den Ball seines Partners schlägt, danach wird der am besten liegende Ball bestimmt, mit dem dann abwechselnd zu Ende gespielt wird.
Canadian Foursome
Ist der klassische "Vierer", der mit der Änderung gespielt wird, das beide Spieler Abschlagen, den besten Ball aussuchen, und dann gemeinsam das Loch zu Ende spielen.
Scotch Foursome
Wird wie der klassische "Vierer" gespielt mit der Abwandlung, dass nicht abwechselnd geschlagen wird, sondern der Partner, der am letzten Loch den Schlag gemacht hat, am folgenden Schlag aussetzen muss.
Vierball- Aggregat
Bei dieser Variante, zwei Spieler gegen zwei Spieler, wird das Ergebnis der einzelnen Spieler zu dem Ergebnis des Teams addiert.
Vierball-Bestball
Wie im "Vierer" üblich, spielen zwei gegen zwei, jeder Spieler Spielt seinen eigenen Ball, es wird aber nur das beste Ergebnis im Team gewertet. Diese Variante ist eine gebräuchliche und wird im Zählspiel nach Stablefort ebenso wie im Lochspiel gespielt.
Wetten auf 18 Loch 1 - 2 -3 Bestball
Ein Viererteam, innerhalb dessen jeder Spieler über die gesamte Runde seinen eigenen Ball spielt, ist eine Motivation für jedes Teammitglied, weil hier jeder zum Erfolg des Teams beiträgt. Es muss bei jedem Loch eine vorbestimmte Anzahl von Schlägen gewertet werden. So wird am ersten Loch das niedrigste Ergebnis gezählt, am zweiten Loch das zweit niedrigste, am dritten das dritt niedrigste. Bei Loch 4 beginnt die Wertung wieder mit dem niedrigsten Ergebnis u.s.w.
Best at Something
Bei dieser Spielform werden zusätzliche Bonus- aber auch Strafpunkte erworben, die dem Ergebnis zugeschlagen werden oder davon abgezogen werden. Bonuspunkte kann man durch Fairwaytreffer oder einen Singleputt erwerben, Strafpunkte durch Schläge ins "Aus" oder in Wasserhindernisse. Für welches Verhalten Punkte verteilt werden, muss zwischen den Spielern vor Beginn der Runde ausgemacht werden.
Bingo Bango Bongo
Auch bei diesem Spiel werden Punkte vergeben. So erhält der Spieler, der als erster auf dem Grün ist, einen Punkt. Der Spieler, dessen Ball am nächsten zum Loch liegt, erhält ebenfalls einen Punkt und der Spieler, der zuerst einlocht, erhält auch einen Punkt. Am Ende der Runde werden die Punkte zusammen gezählt. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.
Blind Bogey
Am Ende einer Runde, die von beliebig vielen Spielern bestritten werden kann, legt eine neutrale Person sechs Löcher fest, die aus der Wertung genommen werden. Der Spieler, der auf den verbleibenden 12 Löchern den niedrigsten Score schreibt, gewinnt den Einsatz.
Calcutta
Diese Wette basiert auf der Prognose aller Spieler, welches Team ihrer Meinung nach das Turnier gewinnen wird. Der größte Teil des gesamten Wetteinsatzes wird an die Spieler ausgezahlt, die richtig gesetzt haben, der geringere Teil des Wetteinsatzes geht an die Spieler, die auf den zweit Platzierten gesetzt haben.
Honest John
Bei dieser Wette geht es um die Selbsteinschätzung. Jeder Spieler, der vor dem Wettkampf einen Betrag in einen Pott einzahlt, gibt eine Prognose ab, mit welchem Ergebnis sein Score enden wird. Der Spieler, der sein Ergebnis am besten prognostiziert hat, gewinnt den Topf.
Hummer
Dieses Spiel ist gefährlich, weil sich die Wetteinsätze schnell erhöhen. Es ist für zwei Spieler geeignet. Nachdem beide Spieler abgeschlagen haben, kann einer der beiden Kontrahenten "Hummer" rufen, was bedeutet, das er den Gewinn des Loches wegen seiner besseren Lage seines Balles für sich beansprucht. Sein Gegenspieler kann nun aussteigen und den Wetteinsatz ausbezahlen. Nimmt er hingegen die Wette an, verdoppelt sich der Wetteinsatz und es wird weiter gespielt. Die Höhe des auszubezahlenden Betrages richtet sich nach der Schlagzahl. Entscheidet ein Spieler nach dem dritten Schlag , dass das Loch nicht mehr zu gewinnen ist, so ist das dreifache des Wetteinsatzes zu bezahlen. Am nachfolgenden Loch wechselt die Möglichkeit, den Mitspieler heraus zu fordern.
Low Putt
Es werden die Putts an jedem Loch über die Runde addiert, wer die geringste Anzahl von Schlägen auf dem Grün hat, gewinnt.
Nassau
Diese Wette beinhaltet drei Spielabschnitte. Einerseits wird der niedrigste Score auf den ersten neun Löchern ermittelt, dann auf den zweiten neun Löchern und zuletzt auf den gesamten 18 Löchern. Der Gewinner eines jeden bewetteten Abschnitts, erhält von seinen Mitspielern einen vorher vereinbarten Betrag.
Pick up Sticks
Ein Spiel unter zwei Golfspielern mit hohem erzieherischen Wert. Der Gewinner eines Loches kann seinem Gegner einen beliebigen Schläger aus dem Bag nehmen, den dieser in der Runde nicht mehr benutzen darf.
Shot Out
Es Handelt sich um eine Gruppe von 19 Golfern. die am ersten Loch beginnen. An jedem Loch wird der schlechteste Spieler eliminiert, so dass am Loch 18 ein Spieler übrig bleibt, der Gewinner. Diese Spielform ist sehr zeitaufwendig, da 19 Spieler am ersten, 18 Spieler am zweiten u.s.w. teilnehmen. Auch wird an verschiedenen Löchern durch Stechen ermittelt werden müssen.
Snake
Wer bei dieser Wette einen 3-Putt macht, bekommt den Namen "Snake", solange bis ein anderer Spieler einen 3-Putt macht, dann bekommt dieser Spieler den Namen. Wer am Ende der Runde den Namen " Snake " führt, muss an seine Mitspieler den Wetteinsatz bezahlen.
Strike Three
Am Ende einer Runde kann Jeder Spieler seine drei schlechtesten Ergebnisse streichen. Wer mit den verbleibenden 15 Löchern das beste Ergebnis spielt, hat den Wetteinsatz gewonnen.
Three Club Monte
Wenn normalerweise 124 Schläger auf die Runde mitgenommen werden dürfen, so sind bei diesem Spiel nur drei unterschiedlicher Schläger erlaubt. Die Gewinnchancen zu bewetten ist oftmals schwierig, da das Handhaben von nur drei Schlägern ungewohnt sein dürfte.
Wolf
Das Spiel ist geeignet für eine Gruppe von vier Spielern. Einer der Spieler agiert als "Wolf". Der Wolf muss nach seinem Abschlag entscheiden, ob er alleine gegen die drei Mitspieler spielen will oder ob er sich mit einem Spieler zusammentun will. Spielt er gegen seine drei Mitspieler, so verdoppelt sich der Gewinn/Verlust. Hat sich der Wolf entschieden mit einem Partner zu spielen, so muss er diesen nach seinem Abschlag auswählen. Er kann den Partner nur direkt nach seinem Abschlag auswählen. Er kann nicht, wenn der mögliche Partner Nummer 2 abgeschlagen hat, Partner Nummer 1 wählen. Bei der Konstellation 2 gegen 2 erhält die Partei mit dem niedrigsten Score den Gewinn. Entschließt sich der Wolf, bevor er seinen Abschlag getätigt hat, von vorneherein als " Lone Wolf " gegen die drei anderen zu spielen, so verdreifacht sich der Gewinn/ Verlust.
Empfehlung Halt den Mund und stell dich doof, dann giltst du als Philosoph
Aces and Dueces
Eine durchaus übliche Wette, bei der in einem Viererflight derjenige die Hälfte des Pots bekommt, der den niedrigsten Score spielt. Die beiden folgenden erhalten jeweils 1/4 des Pots und der "big looser" mit dem höchsten Score bezahlt an jeden den vorher ausgemachten Betrag. Diese Wette kann an jedem Loch gespielt werden, für Vorsichtige auch nur für die Runde.
Air Presses
Während der Ball eines Spielers nach dem Abschlag noch in der Luft ist, kann ein Gegenspieler "Air Presses" ausrufen, wenn der Ball eine nicht so günstige Flugbahn annimmt. Es heißt, dass der Spieler, der durch seinen Ruf die Wette angeboten hat, glaubt den Abschlagenden besiegen zu können. Während nun der Ball des Herausforderers noch in der Luft ist, kann nun seinerseits ein anderer Spieler, der noch nicht abgeschlagen hat, " Air Presses" rufen, die Wette ist damit verdoppelt.
Bridge
Diese Wette wird auch 1 gegen 1, meistens aber 2 gegen 2 gespielt. Bevor ein Team abschlägt, wird eine Höchstzahl an Schlägen festgelegt, die beide Spieler des Teams zusammen an diesem Loch brauchen werden, z.B. an einem langen Par 5 14 Schläge. Das gegnerische Team kann sich nun auf dreierlei Weise entscheiden. Entweder kann es die Wette annehmen, es kann auf einen niedrigeren Score wetten oder den Einsatz verdoppeln. An jedem Loch wird die Wette wiederholt. Das Team, das verloren hat, bietet auf dem jeweils folgenden Loch die Wette an.
Murphy
Bei dieser Wette geht es darum, dass ein Spieler, der einen Chip auf das Grün zu spielen hat, ankündigt, dass er mit dem folgenden Schlag einlochen werde. Vor Spielbeginn sollten Wetteinsatz, ob ein Chip auch vom Vorgrün aus gilt, und ob die Spieler automatisch die Wette annehmen müssen, oder ablehnen können, ausgemacht werden. Diese Wette ist als Nebenwette reizvoll und kann kombiniert mit anderen Wetten gespielt werden.
Nur wer gegen den Strom schwimmt kommt zur Quelle |